Neugestaltung des Plenarsaals mit Konferenzbereich und Nebenräumen

Der neue Plenarsaal stellt das Raumvolumen des „Goldenen Saales“ dem ehemals repräsentativsten Raum des Schlosses wieder her und gibt dem Landtag durch die moderne Interpretation der verlorenen Gestaltungs-elemente identitätsstiftend ein zeitgenössisches Erscheinungsbild. 

Der Umbau umfasst die Sanierung des Schlossgartenflügels mit umfangreichen Austausch und Verstärkungen von Deckenkonstruktionen, Nachgründungen aufgrund von Lastverschiebungen in setzungsempfindlichem Baugrund, der Herstellung des Mindestwärmeschutzes und komplexer Integration vonLüftungszentralen und -leitungen im historischen Gebäudebestand in enger Abstimmung mit der unteren und oberen Denkmalschutzbehörde. 

Im Gebäudeflügel befinden sich neben dem Plenarsaal mit Nebenräumen Teile des Schlossmuseums und der Gastronomie. Die Planung und Ausführung erfolgte baubegleitend bei laufendem Betrieb, sie war fortlaufend an die Anforderungen des Landtags, des Schlossmuseums und der Gastronomie anzupassen. 

Die Baustellenlogistik des auf einer Insel liegenden Schlosses für den Abbruch von ca. 300 to Stahlbeton und den Einbau von ca. 200 to Stahlträgern erforderte neben der Vermeidung wesentlicher Änderung von Lastzuständen (setzungsempfindlicher Baugrund) eine bauphysikalische Feinabstimmung, um die benötigten BE-Flächen auf der Insel zu minimieren und in der Aussenwirkung des Publikumsmagnets Schloss Schwerin Beeinträchtigungen des Erscheinungsbilds und Auswirkungen auf Besucher gering zu halten.

Wettbewerb 1. Preis
2011 – 2018

Generalsanierung Landtag Mecklenburg-Vorpommern Schloss Schwerin